The Dark Side Of The Moon by Pink Floyd

Vinyl Album"The Dark Side Of The Moon" by Pink Floyd. Backcover 

Pink Floyd
“The Dark Side Of The Moon”
Psychedelic, Progressive Rock. Black Vinyl, Remaster. 2016 (1973).

Pink Floyd, gegründet 1965 in England. Prägende Band des Psychedelischen Progressive Rock. Über Pink Floyd wurden bereits von Professoren Bücher und Analysen erstellt, mir geht es um die Musik. Und doch ist diese Rezension von mir ein Bedürfnis, war Pink Floyd doch eine meiner größten Einflüsse auf die Entwicklung meines Musikgeschmacks in den 80er Jahren. Angefangen hat es mit “The Wall”, einer meiner ersten Platten von PF (Pink Floyd). Natürlich kannte ich “Another Brick In The Wall, Part Two”, den Rest jedoch nicht. Komischerweise gelangte ich von der Band Marillion zu Pink Floyd und nicht zu Genesis. Außerdem: Was wäre eine Seite über Prog-Rock (und auch andere Musik) ohne “The Dark Side Of The Moon”?

Vinyl Album"The Dark Side Of The Moon" by Pink Floyd. Innercover

Mit der Entdeckung des Neo-Progressive-Rock durch die Band Marillion erwachte mein Interesse an Musik erst so richtig. Jeden Samstag schwebte mein Finger über dem Aufnahmeknopf meines Grundig Kassetten-Radios und das schon in Stereo. Mit der Zeit empfand ich die Musik als langweilig, die da in der Top 20 Single Charts Woche für Woche kam. Dann entdeckte ich Marillion, kaufte mir die Platte für meine dann vorhande Stereoanlage und hörte zum ersten Mal ein Album komplett durch. Dann kaufte ich mir “The Wall” und zelebrierte das richtig. Sessel genau zwischen die Lautsprecher gestellt, Tür abgeschlossen und für mindestens zwei LPs war ich unereichbar für die Welt. Den Text konnte ich nur rudimentär verstehen, mein Englisch war da noch zu schlecht. Erst Jahre später fand ich Zugang zu den Alben “Wish You Where Here”, “Animals” und “The Dark Side Of The Moon” und sory für den historischen Rückgriff auf mein Leben. Jetzt geht es nur noch um TDSOTM, versprochen.

Vinyl Album"The Dark Side Of The Moon" by Pink Floyd. LP A

Mit diesem bereits schon achtem Album beginnt mein Interesse an Pink Floyd. Zu meiner Schande muss ich gestehen, das ich mit sämtlichen Vorgängern nichts anfangen kann. Die Idee zu DSOTM kam Roger Waters bereits 1971. Waters wollte zeigen, wie seiner Meinung nach anonyme Machtstrukturen wie Geld oder Zeit Menschen zerstören können. In die Songs sind kurze Fragmente aus Interviews enthalten, die Roger Waters mit zufällig Anwesenden geführt hat, z. B.  Studiomitarbeitern des Abbey Roads Studios. So endet das Album mit einem Satz des zum Thema befragten Studio-Pförtners: “There is no dark side in the moon, really;  matter of fact it’s all dark.”

Ich werde nicht jeden Song einzeln kommentieren, sondern mich auf die Besonderheiten konzentrieren. Geprägt wird das Album von David Gilmours bluesigen Gitarrenspiel und dem großflächigen Einsatz von Synthesizern, wie dem VCS-3.

Die Klangcollage “Speak To Me” beginnt mit dem Pochen eines Herzschlags, über dem sich mehrere Personen zu den  Themen des Konzeptalbums auslassen: Tod, Wahnsinn und Gewalt. Der damals 23 Jährige Toningeneur Alan Parsons (später bekannt als The Alan Parsons Project) steuerte geloopte Sequenzen von klingelnden Weckern und die Töne sowie die Glocke einer Registrierkasse zu “Time” und “Money” bei. Im Rockmusik-untypischen 7/4-Takt gehalten ist “Money”, nur das Gitarrensolo in der Mitte ist im 4/4 Takt. Ein genialer Song. “On The Run” endet mit verfremdeten Sounds eines abstürzenden, explodierenden Flugzeuges. 

Fazit: Eines der großartigsten Progressive Rock Albums, das in keiner Prog-Head Sammlung fehlen darf. Das Album strotzt nur so vor Ideen, selbst nach all den Jahren ist es nie langweilig oder weniger wegweisend. “The Lunatic is in my Head”

Vinyl Album"The Dark Side Of The Moon" by Pink Floyd.

Credits

Backing Vocals – Barry St. John, Doris Troy, Lesley Duncan, Liza Strike
Bass Guitar, Vocals, Synthesizer (VCS3), Tape (Tape Effects) – Roger Waters
Engineer – Alan Parsons
Keyboards, Vocals, Synthesizer (VCS3) – Richard Wright
Lyrics By (All Lyrics By) – Roger Waters
Percussion, Tape (Tape Effects) – Nick Mason
Remastered By – Bernie Grundman, James Guthrie, Joel Plante
Vocals, Guitar, Synthesizer (VCS3) – David Gilmour

Die Fotos stammen alle von meiner LP. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.

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©12.01.2026

J. Specht
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