Theatre of Tragedy by Theatre Of Tragedy
Theatre of Tragedy
Theatre of Tragedy
Gothic-Metal, 1995
- CD, Massacre Records 1995
- MASS CD 063
- gebraucht
- 2 LP, Limited Edition, Reissue, Remastered 2020
- Cosmic Key Creations
- CKC066
- neu
1994 in Stavanger, Norwegen, gegründet. 1995 erschien mit “Theatre Of Tragedy” ihr erstes Album. Die Band bezeichnete den Stil selbst als Gothic-Metal, der auch im zweiten Album beibehalten wurde. Mit Liv Kristines süßlicher und weicher Stimme kontrastiert mit dem gutturalen growlenden Gesang des Sängers Raymond István Rohonyi, genannt “Beauty and the Beast Metal”, ist das Merkmal der Band auf den ersten Alben. Ein Stil, den immer mehr Bands in der aufkeimenden Gothic-Metal-Szene anwendeten. Zwar verschwand ab dem dritten Album der growlende Kontrast von Raymond Rohonyi, aber das Zusammenspiel mit Liv Kristine blieb erhalten. Ein weiteres Merkmal der beiden ersten Alben waren die in mittelenglisch gehaltenen Texte.
Ich selber bin kein Goth und war auch nie einer. Interessant finde ich die Düsternis, die verspielten Arrangements, die harten Riffs und hämmernden Drums kontrastiert durch weiblichen Klargesang. Natürlich auch das Pompöse. Das pathetische Gehabe und die romantisch düsteren Texte. Und genau das mag ich an Theatre of Tragedy. Liv Kristines Stimme ist schon ein Brett.
Allerdings fällt ” … A Distance There Is” aus dem Rahmen, denn hier trägt Liv den Gesang ganz alleine. Und auch der Metal tritt völlig zurück und weicht melancholischen Dark/Gothic Rock. Wo sonst Härte und der Kontrast zwischen Liv Kristine und Raymond Rohonyi die musikalische Basis bilden, steht hier nur Liv im Mittelpunkt. Der Song baut sich langsam auf und entwickelt mit Regen, Piano und Cello eine ganz eigene, melancholische Atmosphäre. Weil hier alle Härte entweicht, ist er gerade für mich eines der Highlights des Albums. So ein “Bruch” spricht mich als Prog-Head an, auch wenn die Musik überhaupt kein Prog ist.
Highlights für mich: “Cheerful Dirge”, “… A Distance There is …” (wundervoll pathetisch und mit guter Länge) und “Dying: I Only Feel Apathy”.
Theatre of Tragedy ist ein wegweisendes Album für den Gothic-Metal. Nicht mehr und auch nicht weniger.
Nachtrag: Inzwischen liegt mir auch die Vinyle Variante vor. Remaster, Reissue, Gatefold, 180 Gram, Black-Vinyl. 2020 (1995). Die Platte ist von guter Qualität und hat einen hervorragenden Klang. Für Fans sind die Demos auf den Seiten C und D sicher interessant, für mich nicht.
Theatre of Tragedy 1995
Velvet Darkness They Fear 1996
A Rose for the Dead (EP) 1997
Aegis 1998
Musique 2000
Assembly 2002
Storm 2006
Forever is the World 2009
Remixed 2019 (only Remixes)
Die Fotos stammen alle von meiner CD. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.
TheProgThief
©19.06.2024
Mk 3



