Seeker by Carbon Based Lifeforms
Carbon Based Lifeforms
“Seeker”
Double LP Blue Vinyl, 2024. Electro, Ambient
Carbon Based Lifeforms (CBL) wurde 1996 von Johannes Hedberg und Daniel Segerstad in Göteborg, Schweden gegründet. Ihr Fokus liegt auf Ambient, Downbeat, Acid, Psybient. Sie setzen unter anderem auf einen Synthesizer Roland TB-303. 2024 erschien “Seeker” als digitales Album (WAV, FLAC, ACC, MP3), CD und Vinyl. Wobei die vinyle Variante nicht immer verfügbar ist.
“Seker” nimmt uns mit auf ferne Planeten, auf der Suche nach Carbon Based Lifeforms. Das jedenfalls suggeriert mir das Cover und als alter Science-Fiction Fan fällt es mir nicht schwer, diesen Stil in eine “imaginäre” Geschichte umzusetzen. Kopfkino. Andere mögen “Seeker” eher spirituell sehen, vieles ist denkbar.
11 Songs befinden sich auf diesem Doppelalbum und ich kann keinen Song wirklich herausheben. Es ist auch schwierig, die Evolution der einzelnen Songs zu erklären, erst recht für einen wählerischen “nicht” Electro-Fan. Mich begeistern besonders die Klangstrukturen, von technoid bis organisch klingend. Mit vielen subtilen Tönen und Entwicklungen. So finden wir sechs Songs auf der ersten LP, “Seeker” (Anspieltipp), “Bloom Pt. 1” und “Bloom Pt. 2”, die Vocals auf den letzten beiden Stücken kommen von Karin My Andersson, die Gitarre spielt Simon Welander. Seite B geht weiter mit “Fauna” (Bass – Oscar Pahlm, Guitar – Simon Welander), meinen zweiten Anspieltipp “Nukleator” (Drums – Jonas Jönsson, Vocals – Karin My Andersson) und “Starfish”, ebenfalls mit Karin My. Seite A/B sind abwechslungsreich und bringen CBLs Fähigkeiten für Melodien gut zur Geltung.
LP C beginnt mit dem dynamischen “Departed” (Anspieltipp), gefolgt von Karin My’s Vocals in “Gone”. Subtiler Anfang, geflüsterte Worte und dann wird der Song breiter. Könnte fast das Herz dieses Albums sein. “Rymder3000” mit Vocals von Ester Nannmark und Lars Netzel. Sehr breit und episch. Gefällt mir nicht so richtig. Letztendlich ist für mich auf Seite D das Herz dieses schönen Albums zu finden. “Sync2n” fasst alle Spielarten nochmal zusammen. Allerdings trägt der sehr gute Rauswerfer “…And On” dazu bei. Hier sind die Vocals wieder von Ester Nannmark.
Fazit eines wählerischen Electro Hörers. Ich mag Goldfrapp, manchen Gothic-Wave, Jean Michel Jarre, spacigen Ambient. Not a big Fan of Techno, Dance or House. CBL trifft bei mir genau den Sweetspot zwischen Dynamik und Ambient. Interessant zum träumen, fürs nebenbei hören aber auch zum konzentrierten zuhören geeignet. Einziger Kritikpunkt: manchml sind die Melodien nah am Kitsch, ohne jedoch zu kippen.
Etwas anderes ist jedoch die Schallplatte, sie klingt sauber und sieht gut aus. Nur leider sind beide Platten sehr verzogen und mussten erstmal”gebügelt” werden.
Die Fotos stammen alle von meiner LP. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.
No AI was used in the making of this Review.
©09.02.2026





