Hergest Ridge by Mike Oldfield

CD Album "Hergest Ridge" by Mike Oldfield. Frontcover

Mike Oldfield
“Hergest Ridge”
CD, Remaster, Reissue. 2010 (1974). Folk, Art Rock, Rural Ambient.

Um Mike Oldfield in seiner frühen Phase kommst du als Prog-Head nicht herum, wird gesagt. Als ich Anfang der 80er Jahre nach dem Album Tubular Bells auf Hergest Ridge traf, war ich von Seite A komplett begeistert. Seite B habe ich mir nur einmal angetan. Nicht das Part II unangenehm beginnen würde. Warum dann aber der nervige Break “Thunderstorm”? Dieser Teil passt nicht in die bisherige Stimmung und zerstört für mich Part II. Ich finde es natürlich gut, wenn ein Musiker an sein eigenes Vergnügen denkt und es gibt genug Prog-Heads, die solche Breaks mögen. Das trifft nicht meinen Geschmack. Und ich tue mich damit schwer, dieses Album in den Prog einzugliedern. Viele verschiedene Instrumente sind auch ein Prog Element. Aber eben auch nur eines. Ich finde es einfach schade, wie der schöne “ländliche” Ambient in Pt. II für mich zerstört wird. Natürlich begehe ich hier für manche MO Jünger ein schweres Sakrileg, dessen bin ich mir bewusst. Da ich aber nicht an die “eine wahre Musik” glaube, ist das für mich nicht tragisch. Der Erfolg von Hergest Ridge zumindest gibt MO recht.

Viele erwarteten wahrscheinlich eine Art zweites Tubular Bells. Doch der schüchterne junge Oldfield wurde vom Erfolg von eben jenen Albums sehr überrascht. Richard Branson und Virgin ebenso. Also zog sich MO zum eben jenen Hergest Ridge zurück, um dieses Album zu erschaffen. 2010 remasterte MO “Hergest Ridge”, da er mit dem alten Album von 1974 technisch nicht zufrieden war. Hier wird dieser Remaster besprochen.

Leider erlaubt Universal es nicht, ohne Erlaubnis einen Link auf die offizielle Mike Oldfield Seite zu setzen. Warum Universal eines der fundamentalen Werkzeuge des Internets ohne Erlaubnis nicht gestatten will, ist mir ein Rätsel. Das lehne ich ab, deswegen gibt es leider keinen Link.

CD Album "Hergest Ridge" by Mike Oldfield. Innercover

Es steht ausser Frage, das MO ein Virtuose an verschiedenen Instrumenten ist. Das er Werke wie “klassische Kompositionen” erschaffen kann. Und das schon in sehr jungen Jahren. “Hergest Ridge Pt. I” spiegelt das auch wieder. Ich kann diesen von mir als “ländlichen Ambient” bezeichneten Stil viel abgewinnen. Blauer Himmel, grüne Wiesen, plätschernde Bäche. Und irgendwo sitzt eine liebliche Nymphe an der Quelle. Und dann kommt Pt. II. Fängt nett an. Dann der der Break. Der für meinen Geschmack das mögliche Gesamtkunstwerk verhindert. Ich habe auch meine Probleme mit dem gutturalen, unsinnigen Gegrunze in “Tubular Bells”, aber das ist eine andere Geschichte. 

Grundsätzlich finde ich es gut, wenn ein Musiker seine Ideen direkt durchzieht. Ich als “Fan” habe gar kein Anrecht darauf, das es mir gefallen muss Und selbst vor seinen kommerziellen Eskapaden (Moonlight Shadow), ziehe ich meinen Hut. Erfolgreichen und technisch hochwertigen Pop, das bekommt nicht jeder hin. Ich respektiere Mike Oldfield und sein Werk. Nur “Hergest Ridge Pt. II”, damit werde ich auch nunmehr 46 Jahre später nicht warm.

CD Album "Hergest Ridge" by Mike Oldfield. Backcover

Die Fotos stammen alle von meiner CD. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.

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©26.08.2026

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