Maps - Burned Or Lost by Sills & Smith

CD Album "Maps - Burned Or Lost" by Sills & Smith. Frontcover

Sills & Smith
“Maps – Burned Or Lost”
Rock, Folk. CD,  2018

Warum muss ich immer an Neil Young denken und schreibe so manches mal Sills & Young? Dabei hat die Musikrichtung im Folk eine Gemeinsamkeit, fieser Weise für Neil Young ist seine musikalische Bandbreite mit Folk und Rock erledigt. Und das ist gut so, denn ich verehre die Musik von Young. Zwar brennen Sills & Smith kein Feuerwerk mit diesem Album ab, das tun sie dafür aber so gechillt, das es eben doch irgendwie ein Feuerwerk ist. Daneben erinnern manche Songs schon wegen ihrer gesellschaftlichen Kritik an 60/70er Protestsongs. Damit erschöpfen sich die Gemeinsamkeiten der Kanadier, denn Sills & Smith singen beide und klingen nicht wie Young (der ist ja auch ein echtes Unikat). “Maps – Burned Or Lost” ist eine Reise durch unsere Zeit, in der sich mancher von uns zu verirren scheint.

CD Album "Maps - Burned Or Lost" by Sills & Smith. Innercover

Nach dem das jetzt hinter uns liegt, kommen wir zum Sound der CD. Bova Sound macht da keine Fehler – es klingt rund. Das Design, was ich viel zu oft ignoriere, ist richtig schön gemacht. Schaut doch nur, wie die CD mit dem Wasser verschwimmt, genial gemacht.

CD Album "Maps - Burned Or Lost" by Sills & Smith. CD

Der meiner Meinung nach stärkste der 14 Songs ist “On The Edge”. Und der führte mich aufs Glatteis, denn ich erwartete ähnliches auf dem Rest der CD. Stattdessen erwachte in mir der Wunsch, ein Glas Wein zu genießen und die gechillten Werke zu hören. Steht hier der Text im Vordergrund? Starke, songorintierte Tracks. Musikalisch sowieso ohne Tadel. Ich weiß das es kein Downbeat ist und doch entschleunigt mich diese CD. “A Freight Train”, wunderbare Lyrics und trotz seines Themas entspannend. Und so geht es mir mit den meisten Tracks. “Aber Jan, das muss doch langweilig sein?”. Klar ist das kein Power-Metal, kein introvertierter instrumentaler Prog. Und genau das gefällt mir so gut an “Maps – Burned Or Lost”. Keiner hetzt mich, ich habe nie das Gefühl etwas aufgezwungen zu bekommen. 70 Minuten entspannen zu intelligenten Lyrics, slow paced music. Fast schon ein Fazit?

CD Album "Maps - Burned Or Lost" by Sills & Smith. Backcover

Sills & Smith liefern hier vielleicht ihr nachdenklichstes Werk. Sehr entspannt trotz aller Gesellschafftskritik, niemals wirken die Texte aufgesetzt oder aufdrängend. Irgendwie erinnert mich das an Mark Knopflers – “Privateering”. Gibt es einen entspannteren Musiker? Kaum. Sills & Smith haben hier für mich ein Kunstwerk der Ruhe erschaffen – ohne eine Sekunde Langeweile.

Frank Smith – vocals
Jeremy Sills – vocals, 6 and 12 string acoustic guitars, piano and trumpet
Phillip Victor Bova – electric bass, keyboards, strings, hammond organ, tambourine
T. Bruce Wittet – drums and percussion
Don Wallace – electric guitars
Jesse Stewart – percussion
Marianne Dumas – keyboards, tambourine
Jim McDowell – hammond organ and wurlitzer organ
Brian Tansley – flute
Petr Cancura – mandolin, soprano saxophone
John Findlay – electric guitars on Miss Us

Bandcamp – “Maps – Burned Or Lost”

Die Fotos stammen alle von meiner CD, die mir freundlicherweise von Frank Smith persönlich aus Kanada geschickt wurde. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.

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©10.08.2026

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