Saviour by Antimatter
Antmatter
“Saviour”
Dark-Gothic Rock, a bit Ambient, Trip-Hop Vibes, Downbeat. CD, Reissue 2019 (2001).
Mick Moss und Duncan Patterson (Ex Bassist von Anathema, inzwischen aufgelöst) gründeten 1998 Antimatter in England. Der Stil der ersten zwei Alben war mit Trip-Hop Vibes vermengter Dark Rock/Art Rock. Saviour ist das Debütalbum der beiden und erschien 2001. Es fällt auf, das neben Mick Moss hauptsächlich die Sängerinnen Hayley Windsor und Michelle Richfield die Tracks eingesungen haben. Das geht nach dem dritten Album, Planetary Confinement, deutlich zurück und Mick Moss übernahm immer mehr die Vocals selbst. Duncan Patterson verließ nach dem dritten Album 2005 Antimatter, um seine eigene Karriere voranzutreiben. Die hier besprochene Reissue von 2019 hat einen Track mehr, “Over Your Shoulder”, featuring Danny Cavanagh (ebenfalls Anathema). Duncan Patterson schrieb 4 Songs (2, 5, 7, 9) und Song 6 mit Moss zusammen. Moss selbst steuerte 5 Songs bei (1, 3, 4, 8, 10).
“Saviour” ist Dark Rock vom feinsten. “Holocaust” ist wesentlich elektronischer und könnte direkt von Portishead stammen. Doch nicht nur Trip-Hop, auch psychedelischer Prog und natürlich Dark Rock scheinen durch. Patterson hat hier ganze Arbeit geleistet. “Over Your Shoulder” verteilt wieder Trip-Hop Vibes, dazu singen Mick Moss und Richfield gemeinsam. Schon drei sehr gute Songs und “Psalms” fällt da nicht ab. Portishead und Massive Attack lassen wieder grüßen. “God Is Coming” ist überraschend. Sehr düster. Für mich klingt das Geräusch im Hintergrund wie das Ping eines Echolots. Und ich muss an den Film “Das Boot” denken. Geflüsterter Gesang, sehr elektronisch, psychedelisch. “Angelic” beginnt wie spätere akustische Antimatter Tracks, geht hier aber nach der Hälfte in elektronische Klänge über. “Flowers” ist ein tragender, ruhiger Gothic Song. Er verströmt eine ganz besondere, dunkle Stimmung. “The Last Laugh” ist wiederum Dark Rock, gesungen von Moss/Richfield. Er kann seinen Trip-Hop nicht verleugnen. “Going Nowhere” ist mit fast 8 Minuten der längste und auch letzte Track vom Master Realease 2001. Längere instrumentale Parts, im Hintergrund tickt eine Uhr. Sehr psychedelisch, mit proggiger Note. Trotz der sparsamen Vocals nie langweilig. Neun gute Songs? Ja, und auf dieser Reissue sind es sogar zehn. Hier gibt es “Over Your Shoulder” als akustische Variante, gesungen von Danny Cannagh. Was soll da schon schief gehen?
Für mich mit eines der besten Debütalben des Jahres 2001. Trip-Hop Elemente vermengt mit Art und Dark Rock, eine Prise Psychedelic und Noten von Prog. Was hätte schief gehen können, ist hier auf geniale Weise gelungen. Alle 9 (10) Songs sind richtig gut, keiner fällt ab. Auch bei der Wahl der beiden Sängerinnen und der anderen Musiker, wurde ein gutes Händchen bewiesen.
Credits
Artwork – Mark Kelson
Bass, Guitar, Keyboards, Programmed by – Duncan Patterson
Guitar, Bass, Keyboards, Vocals – Mick Moss
Lead Guitar – Mags (Track 9)
Samples – Brian Moss, Les Smith
Guest Vocals – Hayley Windsor (Track 5 to 7, 9), Michelle Richfield (Track 1 to 4, 6, 8), Danny Cavannagh (Track 10, Reissue 2019)
Antimatter – Saviour (2001)
Antimatter – Lights Out (2003)
Antimatter – Planetary Confinement (2005)
Antimatter – Leaving Eden (2007)
Antimatter – Alternative Matter (2010)
Antimatter – Fear Of A Unique Identity (2012)
Antimatter – The Judas Table (2015)
Die Fotos stammen alle von meiner CD. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.
No AI was used in the making of this Review.
©25.08.2026



