Serpentine by Flowing Tears
Flowing Tears
“Serpentine”
Gothic/Dark Rock. Female Fronted. CD. 2002.
Nach “Jade” (2000) erschien 2002 das dritte und letzte Album mit Stefanie Duchêne. “Serpentine” ist schon härter als der Vorgänger und dennoch für mich kein Gothic-Metal. Gepflegter Goth/Dark Rock. Insgesamt lebt das Album von Stefanies Stimme, allerdings kommt es musikalisch nicht an “Jade” heran. Sympathisch finde ich, das manchmal der deutsche Akzent durchschimmert, wie auch auf “Jade”
Im kurzem Intro hören wir wohl einen startenden Jet. “Starfish Ride (For A Million Dollar Handshake)” legt alle Stärken von Stefanies Stimme offen. Eigentlich ein richtig guter Song, wäre er nicht so wiederholend. “Serpentine” hat das gleiche Problem, ein guter Song, der textlich zu wiederholend ist. Nur Stefanies Stimme rettet den Track. “Children Of The Sun” lebt auch mal wieder vom Gesang, nur die letzte Strophe bietet Abwechslung. Eine echte Entwicklung gegenüber “Jade” ist bis jetzt nicht erkennbar. Mit “The Marching Sane” kommt für mich der erste richtig gute Track. Text ist Strophe – Refrain – Strophe. Aber die Stimmung ist es, die der Song erzielt. Und, ich wiederhole mich, Stefanies Stimme. “Breach” ist der erste komplexere Song, deswegen mag ich ihn wohl. “Portsall (Departure Song)” kommt ruhig daher, lyrisch schön, sehr melancholisch und leider viel zu kurz. “Justine” hat ein höheres Tempo und gefällt gerade durch den Aufbau der Lyrics. “The Carnage People” rockt dann ganz gut. Mit 3 Minuten hat er genau die richtige Länge. “Merlin”. Leicht symphonisch, geflüsterter Gesang. “Cupid Of The Carrion Kind” ist leider zu kurz, gerade weil er musikalisch und gesanglich herausticht. Der beste Song für mich. Zum Schluss gibt es mit “For Tonight” einen mäßigen Rauswerfer.
Ich kann den vielen positiven Bewertungen von “Serpentine” nur bedingt folgen. Zwar klingt dieses Album runder, eine Entwicklung sehe ich dennoch nicht. Alle Songs hängen am Tropf von Stefanies Stimme. Und nur deswegen höre ich mir immer wieder das ganze Album an. Positiv finde ich auch, das “Serpentine” sauber und von sehr guten Musikern produziert wurde. Nichts ertrinkt in zuviel Hall, die Keyboards sind wieder nicht im Vordergrund und die Riffs klingen satt.
Bass – Frédéric Lesny
Drums – Stefan Gemballa
Mastered By – Siggi Bemm
Guitar(s) – Benjamin Buss
Music By, Lyrics By – Flowing Tears
Producer, Engineer, Mixed By – Waldemar Sorychta
Vocals – Stefanie Duchêne
Die Fotos stammen alle von meiner CD. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.
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