Ophelia by Behind Your Fear
Behind Your Fear
“Ophelia”
Gothic-Rock/Metal
- LP/EP. Black Vinyl 2018
- Erste Pressung
- Not on Label
- neu
Rund um die ehemalige Sängerin von Flowing Tears, Stefanie Duchêne, fanden sich Michael Stein (Drums), Scorpios (Bass) und T. (Gitarre) zur Gothic-Rock/Metal-Band Behind Your Fear zusammen. Mit Freude vernahm ich damals, dass Stefanies schöne Stimme wieder auf Vinyl erscheinen würde, doch irgendwie gerieten ByF wieder aus meinem Fokus. Nicht weil ich Ophelia nicht mochte, ganz im Gegenteil. Für eine Newcomer-Band war es einfach zu still um sie, was schade ist. Dark Ambient, Gothic-Rock/Metal gibt es zuhauf, da aus der Masse herauszustechen, ist nicht einfach. Erkennungsmerkmal ist die Stimme von Stefanie. Nicht zu hell. Melodisch. Ausdrucksstark und sauber. Für mich perfekt für Gothic. Geschmackssache, ich weiß.
Was hat der Erstling denn zu bieten? Mit nur 20:23 Minuten arg kurz für 7 Songs, für mich eine EP und keine LP. Die auf alle Fälle Laune und Appetit auf mehr macht. “Violence” beginnt mit Piano, ein ruhiger Anfang, der ab 01:50 metallisch in die Glieder fährt. Und bei 02:51 schon wieder zu Ende ist. Denn hier ist ihre Stimme wunderbar eingefangen. Sie atmet. Wir können innerlich sehen, wie sich ihre Lippen bewegen. Mein erstes Highlight ist ‚Wintersun‘, mit 4:12 der längste Song, treibend und melodisch. “Deep Blue” beginnt sphärisch und geht in einen gefälligen Song über, der dann von E-Klampfe und Schlagzeug nebst Bass dominiert wird. Mein zweites Highlight. Was ist eigentlich mit “Phi”? Ist das jetzt ein Lückenfüller? Reine Promo? Verbindet es den vorherigen Song mit dem folgenden? Das ist proggig gedacht von mir, passiert leider aber nicht. Also kommen wir zu “From the North”. Highlight Nummer drei. Vielleicht zu seicht? Zu melodisch? Mag sein, mir gefällt es. Ich kann so richtig in den Gesang eintauchen, ohne irgendwo wieder rausgeworfen zu werden. Spricht für die Qualität. Gesang und Piano dann im entsetzlich kurzem “Tine’s Walk”. Der Rauswerfer “Polaroid” ist mit 02:16 noch kürzer. Stefanies Stimme im Vordergrund, das passt.
Und das war es dann auch schon. Ophelia zeigt die Richtung der Band an. Flowing Tears schwingen mit, geschuldet Stefanies Gesang. Gibt es denn etwas Besonderes? Gothic gibt es wie Sand am Meer. Es ist diese Stimme, die gibt es nicht wie Sand am Meer. Diese Stimme sorgt für Atmosphäre und Ausdruck. Dazu gute Musiker und es klingt wie aus einem Guss. Nirgendwo werde ich rausgeworfen. Es geht mir nicht um künstlerische Ecken und Kanten, die sind okay. Es geht um unpassende Ecken und Kanten. Und die gibt es nicht .
Stefanie Duchêne – Piano, Vocals
Michael Stein – Drums
Scorpios – Bass
T. – Guitar
Die Fotos stammen alle von meiner LP. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.
TheProgThief
©04.05.2024
Mk 2



