Ever by IQ
IQ
“Ever”
Limited 2-LP Set, Aquamarine Vinyl. Neo-Melodic Prog. 2025 (1993).
IQ wurde in Southampton, England, bereits 1981 vom Gitarristen Michael Holmes und Keyboarder Martin Orford gegründet. Mit dem zweijährigen Vertrag beim Major-Label Phonogram wurde Neo-Prog gespielt, danach rückte Prog auch wieder in den Mittelpunkt. Allerdings verließ Peter Nicholls zu diesem Deal IQ. Nach zwei Jahren wurde Phonogram aufgekauft und der Vertrag wurde nicht verlängert. Ab 1990 kam mit Peter Nicholls, der pre-Phonogram Sänger, wieder zurück. Der charismatische Nicholls tat der Band gut. Weitere (aktuelle) Mitglieder sind Tim Esau am Bass, Paul Cook am Schlagzeug und Neil Durant an den Keyboards. IQ vertreibt sich selbst über das Giant Electric Pea Lab, dessen CEO Michael Holmes ist. Letztendlich erschien wieder mit Peter Nicholls 1993 die eigenvertriebene CD “Ever” bei GEP. Ohne Major-Label, bedeute “Ever” die Rückkehr zum Neo-Prog. IQ ist sein eigener Herr und entscheidet selbst, welche Alben sie produzieren wollen. 2025 erschien endlich die erste vinyle Variante von “Ever”, natürlich limitiert.
Neben Marillion (nur die Phase mit dem Sänger Fish), Arena (1995 gegründet) und Pendragon, ist IQ eine meiner liebsten Neo- (Melodic) Prog Bands.
1993 waren neben Michel Holmes, Paul Cook und Peter Nicholls noch Martin Orford (Keyboards) und John Jowitt am Bass dabei.
Gleich der erste Song “The Darkest Hour” (10:52) hat seine proggigen Phaseen, aber auch einen gehörigen Schuss Pop. Was mich weiter nicht stört, denn die Jungs haben einen guten Mix hinbekommen. Damit ist Seite A schon abgefrühstückt. Seite B beginnt mit dem zweigeteilten “Fading Senses” – “After All”, eher eine folkig angehauche Ballade, und “Fading Senses”, instrumentaler Prog-Rock. “Out Of Nowhere” ist zwar eine “normale” Rock Nummer, aber sie wirft mich nicht aus dem Album. Das war Seite B.
“Further Away” (14:31) belegt Seite C, ist klar das Herz und der beste Song auf “Ever”. Der Track fängt sphärisch und ruhig an, um dann in einen rockigen Prog-Track überzugehen. Der wird wieder ruhiger, um in ein bombastisches Finale überzugehen. Zum Schluss geht es wieder ruhiger zu. Guter Gesang, fette Keyboards, Bass und Schlagzeug. So ist mir IQ am liebsten. Seite D beherbergt “Leap Of Faith” und der ist ein weiterer Lieblingssong. Für Prog? Eine mehr als brauchbare Ballade, die zum Ende hin proggig zu gefallen weiß. “Came Down” nimmt die Anfangsmelodie wieder auf. Und klingt hoffnungsvoller. Zwar recht viel Pop im letztenTrack, allerdings: damit kann ich leben.
“Ever”, insbesondere mit “Further Away” ist nach dem Phonogram Deal wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Ganz sicher nicht ihr bestes Album, aber auch kein schlechtes. “Ever” läuft bei mir immer durch. Natürlich wurde diese vinyle Variante soundtechnich aufgehübscht von Michael Holmes, aber auch die alte CD war technisch durchaus hörbar. Für mich war die Entscheidung gaz einfach. Die alte “Ever” CD ist “verschwunden” und ich weiß auch wer sie hat. So kam die vinyle Variante gut zu pass. Also mein Freund, du kannst die CD behalten.
Die Fotos stammen alle von meiner LP. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.
No AI was used in the making of this Review.
©08.08.2026





