The Dream Sequencer by Ayreon
Ayreon
“Universal Migrator I, The Dream Sequencer”
Progressive Rock, Space Opera.
- CD, 2000
- Original
- Transmission Records
- TM-019
- gebraucht
Am 20. Juni 2000 bescherte uns Arjen Lucassen “Universal Migrator Part 1: The Dream Sequencer”. Am 20. Juli 2000 folgte Teil II, “Flight Of The Migrator”. “The Dream Sequencer” und “Flight Of The Migrator” bilden in meiner Lesart gemeinsam Album sechs des Forever-Zyklus.
Es ist also passiert. Trotz der Versuche der “Forever”, es zu verhindern (“The Final Experiment”), haben sich die Menschen 2084 selbst in einem Krieg vernichtet. Und gründlich, wie wir Menschen nun einmal sind, haben wir den Planeten Erde gleich mit unbewohnbar gemacht. Ohne die Versorgung der Marskolonie durch die Erde sterben auch hier langsam die Menschen. Der letzte von ihnen begibt sich 2112 in den “Dream Sequencer”.
Kurzform: Ayreon macht proggige, metallige Rockmusik. Konzeptalben, zu denen Arjen jede Menge Musiker einlädt. Johan Edlund, Floor Jansen, Lana Lane, Clive Nolan, Neal Morse, Damian Wilson …
Die Menschheit geht 2084/85 unter, trotz des Versuches der Forever, dies mit „The Final Experiment“ zu verhindern. 2112 begibt sich der letzte noch lebende Marskolonist in die von Menschen gebaute Maschine Dream Sequencer, um seine letzten Tage angenehm zu verbringen. Er wählt das Programm „Universal Migrator“.
Der Dream Sequencer kann aber offenbar weit mehr, als durch Hypnose vergangene Zeiten in das Gehirn zu projizieren. Nach meiner Interpretation inkarniert der Dream Sequencer den letzten Menschen rückwärts durch die Zeit. Beginnend mit seiner Zeit auf dem Mars, wo er geboren wurde, geht es über den Krieg von 2084 und die erste Mondlandung bis zu früheren menschlichen Existenzen: als Mitglied von Rembrandts Jagdgesellschaft, als Königin Elizabeth I., bei den Druiden und schließlich bis zum ersten Menschen auf der prähistorischen Erde.
Das zweite Album „Flight Of The Migrator“ beendet dann diesen Zyklus.
Jeder der exquisit gemachten Songs handelt von einer dieser Epochen. Spacige, story-getriebene, proggige Rockmusik – im Gegensatz zum zweiten Album, das deutlich härter ausgefallen ist. Dieses Album ist wie ein Film: Es “generiert” durch Musik Bilder beim Zuhören. Das ist Arjen Lucassens große Stärke. Für mich als historisch interessierten Menschen kommt noch eine weitere Ebene dazu, denn “The Dream Sequencer” verbindet Fantasie mit realen Figuren und Ereignissen.
Highlights? “The Dream Sequencer” und “My House On Mars” sind ganz großes Kino. Stimmungsvoll, unglaublich spacig in ihrer Anmutung. “Dragon On The Sea”: Ich sehe mich neben Elizabeth I. stehen, im Angesicht der spanischen Armada. Großartig gesungen von Lana Lane. Oder das ebenso von Damian Wilson großartig gesungene “And The Druids Turn To Stone”. Hier stimmt einfach alles. Die Musik, die Sängerinnen und Sänger. Mixing und Mastering. Die Qualität der CD. Wenn jemand dieses Album nicht mag, dann kann ich auch nicht mehr helfen.
Reihenfolge der Alben des “Forever”-Zyklus nach Erscheinungsdatum.
1995 The Final Experiment
1998 Into the Electric Castle
2000 Universal Migrator Part I “The Dream Sequencer”
+
2000 Universal Migrator Part II “Flight of the Migrator”
2004 The Human Equation
2008 01011001
2017 The Source
Alle Bilder stammen von meiner Transmission Promo-CD. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.
TheProgThief
©29.09.2024
Mk 2




