Deadwing by Porcupine Tree
Porcupine Tree
“Deadwing”
Progressive Rock.
- 2 LP, Black Vinyl. 2021 (2005)
- Reissue
- Transmission
- TRANSM242LP
- neu
Das Album Deadwing erschien 2005. 2017 hat Steven Wilson dieses Album remastered. 2021 brachte Transmission seinen Ableger in 130 Gr schwarzem Vinyl heraus.
Ich sage gleich, dass ich ein begeisterter Hörer auch von diesem Album bin. Manche hatten eine Art “In Abenstia II” erwartet, doch PT verändert wieder seine Lesart.
Eigentlich ist Deadwing eine Geistergeschichte, nach einem von Steven Wilson mitgeschriebenen Drehbuch. Verfilmt wurde es bisher nicht, nur vertont. Erwähnungswert ist die teilweise Mitarbeit von Mikael Akerfeldt von Opeth.
Der Opener “Deadwing” ist ein Meisterwerk des Progs “In a Nutshell”. Es beginnt sanft spielerisch und dann setzt der treibende Beat ein. Wabernde Gitarren und dann der harte Ritt in metallene Höhen. Und dann wieder zurück auf Anfang. Herz, was willst du mehr? “Shallow” klingt zu Beginn nach Hard-Rock, dann nach Pop, wieder nach Hard-Rock. Gut. Mit “Lazarus” kehrt die Entrücktheit zurück, mit Piano und sanfter Gitarre. Der Song lebt vom Zusammenspiel Lyrics und Musik. Für mich wäre der Song sonst zu sanft. Also achtet auf den Text. “Halo” lebt von der schönen Bass-Line, gespielt von Colin Edwin. Überhaupt die Band. Erst kongeniale Umsetzer der Philosophie von Wilson, wandelte sich Porcupine Tree von einer Solo-Sache zu einer Band. Gavin Harrison an den Drums und Richard Barbieri am Keyboard. Meister ihres Faches.
“Arriving somewhere but not here” ist nicht nur mit 12:02 der längste Song, er ist für mich das Herz dieses Albums. Leicht psychedelisch, wunderbarer Text und musikalisch komplex, jedoch nicht überdreht. Da steckt Struktur dahinter. Und das mag ich! Dieses Gefühl, da steckt Arbeit drin um genau diese Stimmung zu erzeugen. Einfach großes Kino. Mit “Mellotron Scratch” geht es knapp sieben Minuten wieder ruhiger und psychedelischer zu. Mit feiner Struktur. Das knappe “Open Car” holt uns mit harten Riffs zurück in die Welt. „The Start of Something Beautiful“ bringt wieder fein ziselierten Prog, der für mich nie langweilig wird, denn zwischendurch gibt es immer wieder was auf die Mütze. Lyrics und Musik wieder On-Top. Die letzte Seite beginnt mit “Glass Arm Shattering” wieder ruhiger und verträumter. PT schaffen es immer wieder auf Deadwing, einen guten Wechsel hinzubekommen. “So Called Friend” ist wieder wilder. “Half Light” ist wiederum ein verträumter Song und ein guter Rauswerfer.
Fazit.
Wer Prog mag, wird hier fündig. Porcupine Tree macht keine simple Musik. Alles ist genau an dem Ort, wo es hin soll. So sitzt jeder Takt, jede Songzeile. Rezensenten, die dies wenig überraschend nennen, verwechseln persönlichen Geschmack mit der technischen Grundlage. “Deadwing” ist nicht weniger intensiv als “In Absentia” – aber weniger hart.
Noch ein Wort zu den 130Gr Schallplatten. Wellig, mussten erst geglättet werden. Es gibt keine störenden Nebengeräusche.
Colin Edwin – Bass
Richard Barbieri – Synthesizer, Keyboard
Gavin Harrison – Drums
Steven Wilson – Vocals, Guitar, Keyboard
John Wesley – Backing Vocals
On The Sunday Of Life 1992
Voyage 34 1992/1993 (2022)
Up The Downstair 1993 (2021)
The Sky Moves Sideways 1995 (2021)
Signify 1996
Coma Divine (Live) 1997
Stupid Dream 1999
Lightbulb Sun 2000
Recordings 2001
In Absentia 2002
Deadwing 2005
Fear Of A Blank Planet 2007
Nil Recurring 2007
Anesthetize – Live In Tilburg 2008
We Lost The Skyline Live 2008
The Incident 2009
Octane Twisted Live 2012
Closure/Continuation 2022
Closure/Continuation Live 2023
Die Fotos stammen alle von meiner LP. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.
TheProgThief
©21.08.2024
Mk 2







