Chupacabras by Phideaux
Phideaux
“Chupacabras”
Progressive/Psychedelic Rock.
- Jewelcase, CD. 2005
- Original
- Bloodfish Music
- zyz-1777
- gebraucht
Wenn eine “Resteverwertung” so gut gelingt, wie dieses Album des Inspirationsmonsters Phideaux Xavier, dann ist der Begriff positiv gemeint. Phideaux spricht davon, diese Songs seien von ihm gefunden worden. Macht in einem gedanklichen Phasenraum, in dem alle Songs die waren, sind und sein werden, Sinn.
Alles was es nicht auf die letzten beiden Alben geschafft hatte, wurde von der “virtuellen” Band Phideaux überarbeitet. Besonders der Longplayer “Chupacabras” hat es progressiv und psychedelisch in sich. Der Rest der Songs ist abwechslungsreich.
Los geht es mit dem kurzen Opener “Okay” mit verzehrtem Chor, was dann in den 20 Minuten langen epischen Übersong “Chupacabras” übergeht. Hier feuern Phideaux und seine Freunde ein Feuerwerk aus Rock, Art, Folk, Psychedelic und Prog ab, das nie Langweilig wird. Highlight und Herz des Albums? Definitiv. “Party” überrascht mit wavigen 80er Vibes und witzigen Lyrics. Männliche und weibliche Stimmen wechseln sich ab. Highlight? Das ganze Album ist ein Highlight. “Fortress Of Sand” geht instrumental in das Punk-Prog Stück “Ruffian On the Stairs” über und selbiges geht in dem psychedelischen Song “Sunburnt” auf. Mit “Return Of The Ruffian” endet dieser Einschub und der Rauswerfer “Titan” bricht gekonnt die wilde Fahrt, und das nicht nur weil Valerie Gracious hier den weiblichen Gesangspart übernimmt.
„Titan“ ist für mich allerdings mehr als nur der Rauswerfer. Nach dem ganzen Wahnsinn dieses Albums wirkt der Song beinahe wie ein Rückzug. Valerie Gracious’ Art zu singen, verändert die Stimmung, die Gitarren und Keyboards befeuern die Melancholie. Weite, Einsamkeit, Abschied und Trost (“all is known, all is new”) lassen mich an das Meer denken. Der Titan ist in seiner zum Denkmal erhobenen Stärke eben kein Titan mehr, er ist instabil und fragil. Das passt auch zu einseitigen Beziehungen, in der der Partner/In den anderen auf ein Podest stellt, obwohl er genauso fragil ist, wie wir alle. Und doch ist da Hoffnung, denn wenn diese Festung aus Sand zerfällt, ist alles Alte bekannt und Neues kann entstehen. Das bedeutet mir der Song, auch wenn es für Phideaux von mir wahrscheinlich zu simpel gedacht ist.
„Titan” schafft mit seinen musikalischen Bruch zum Rest des Albums etwas mit mir, was die anderen Stücke so nicht machen. Das ist für mich typisch Phideaux, sie überraschen mich immer wieder.
Die Produktion ist makellos, alle Instrumente und Stimmen kommen richtig gut raus. Ein vielschichtiges Werk und beim Titelsong Chupacabras kann nun wirklich kein Prog-Head mehr sagen, das sei kein Prog. Dabei ist das Album nicht nur dieser eine Übersong.
Phideaux Xavier: guitar, bass, keyboards, vocals
Richard Hutchins: drums, percussion
Ariel Farber: violin, vocals
Valerie Gracious: vocals
Gabriel Moffat: dobro, synthesizer, textures, protools
Mark Sherkus: keyboards
Gastmusiker
Stefanie Fife: cello
Biker HelFrostt: flutes, oboe, soprano saxophone
Devon Moffat, Kelci Moffat, Sydney Moffat: additional vocals
Fiendish 2003
Ghost Story 2004
Chupacabras 2005
313 2006
The Great Leap 2006
Doomsday Afternoon 2007
Number Seven 2009
Snowtorch 2011
Infernal 2018
AutoMoto Animus 2026
Die Fotos stammen alle von meiner CD. Die Rechte aller Motive, Logos, Texte und Schriften, die auf den Fotos zu sehen sind, liegen natürlich beim Rechteinhaber.
TheProgThief.
©07.05.2025
Mk 2




